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<pra datepubli="2020-12-17" lastupdate="2020-06-25">
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 <country>Germany</country>
 <datepra>2018-11-22</datepra>
 <title>Pflanzengesundheitliche Maßnahmen; Express-Risikoanalyse zu Dothistroma pini</title>
 <description><![CDATA[<p>Unten stehend erhalten Sie eine Einsch&auml;tzung des pflanzengesundheitlichen Risikos durch Dothistroma pini Hulbary aufgrund eines Auftretens an Jeffrey-Kiefer (Pinus jeffreyi) in Niedersachsen.&nbsp;</p><p>Da zu D. pini bereits eine umfassende und schl&uuml;ssige Risikoanalyse der EFSA aus dem Jahr 2013 vorliegt, wird auf die Erstellung einer formellen Express-Risikoanalyse verzichtet.&nbsp;</p><p>Der m&ouml;glicherweise urspr&uuml;nglich aus Nordamerika stammende Pilz D. pini wurde bisher in Deutschland noch nicht nachgewiesen. In Europa sind Auftreten in Frankreich, Ungarn, Slowakei, Slowenien, Spanien, &Ouml;sterreich, der Schweiz und der Ukraine bekannt.&nbsp;</p><p>D. pini ist ein Schlauchpilz (Ascomycota), der an Kiefern (Pinus sp.) das Schadbild der Dothistroma-Nadelbr&auml;une ausl&ouml;st. Die Schadsymptome sind nicht von einem Befall mit dem nah verwandten Pilz Dothistroma septosporum (als Scirrhia pini, Richtlinie 2000/29/EG; Annex II/A2) zu unterscheiden und es wurde lange angenommen, dass es sich um dieselbe Art handelt. Beide Arten k&ouml;nnen gleichzeitig in einer infizierten Kiefernadel vorkommen. Die Unterscheidung der Arten erfolgt molekularbiologisch.&nbsp;</p><p>Das Schadpotential von D. pini wird genauso hoch eingesch&auml;tzt wie das von D. septosporum. Die bekannten Sch&auml;den durch D. septosporum sind durch verminderten Holzertrag und absterbende B&auml;ume sowie &auml;sthetische Beeintr&auml;chtigungen (Nadelfall) erheblich. Gef&auml;hrdet sind B&auml;ume der Gattung Pinus in W&auml;ldern, Forstbest&auml;nden, &ouml;ffentlichen Gr&uuml;nanlagen und G&auml;rten.&nbsp;</p><p>Die Verschleppung des Sch&auml;dlings erfolgt &uuml;ber infizierte Pflanzen zum Anpflanzen, aber auch abgeschnittene Pflanzenteile. Lokal (bis 300 m) erfolgt die Ausbreitung des Pilzes &uuml;ber Regen. Die Arbeitsgruppe der Kommission zu den Anh&auml;ngen der Richtlinie 2000/29/EC empfiehlt die k&uuml;nftige Einstufung von D. pini als geregelten Nicht-Quarant&auml;nesch&auml;dling.&nbsp;</p><p>D. pini wird aufgrund der vorliegenden Informationen als potentieller Quarant&auml;nesch&auml;dling eingestuft. Es sollten daher Ma&szlig;nahmen entsprechend &sect;4a der PBVO zur Bek&auml;mpfung des Befalles ergriffen werden. Kleinr&auml;umiger Befall sollte getilgt werden, bei gro&szlig;fl&auml;chigem Befall ist die weitere Ausbreitung des Sch&auml;dlings zu verhindern. Das Auftreten von Dothistroma pini erfordert eine amtliche Meldung. </p>]]></description>
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  <fullname>EPPO Secretariat (EPPO entered these PRAs in the platform for JKI )</fullname>
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   <title>Dothistroma-pini_pra.pdf</title>
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