<?xml version="1.0" encoding="UTF-8" standalone="1"?>
<pra datepubli="2020-08-25" lastupdate="2020-07-06">
 <uuid>37f1a98d-dcb2-4eef-a4c8-4bb5c59ceb14</uuid>
 <country>Germany</country>
 <datepra>2018-12-14</datepra>
 <title>Express–PRA zu Pseudococcus viburni</title>
 <description><![CDATA[<p>Die in den Neotropen heimische Schmierlaus <em>Pseudococcus viburni</em> wurde im Freiland in Deutschland erstmals 2010 in BadenW&uuml;rttemberg festgestellt. In der Innenraumbegr&uuml;nung in Deutschland tritt sie seit l&auml;ngerer Zeit verbreitet auf. In der EU ist die Schmierlaus mittlerweile sehr weit verbreitet (Frankreich, Italien, Portugal, Slowenien, &Ouml;sterreich, Belgien, Bulgarien, Kroatien, Tschechien, D&auml;nemark, Griechenland, Ungarn, den Niederlanden, Spanien, Schweden, Gro&szlig;britannien). Unklar ist, welche Vorkommen dabei auf den gesch&uuml;tzten Anbau beschr&auml;nkt sind.&nbsp;</p><p>Der Sch&auml;dling ist weder in den Anh&auml;ngen der RL 2000/29/EG noch bei der EPPO gelistet.&nbsp;</p><p>Der Wirtspflanzenkreis von <em>P. viburni</em> umfasst mindestens 296 Wirtspflanzen aus 87 Familien.&nbsp;</p><p>Eine Verbreitung der Schmierlaus ist mit befallenem Wirtspflanzenmaterial, Werkzeugen und Maschinen m&ouml;glich. Eine nat&uuml;rliche Ausbreitung des Befalls im Freiland erfolgt eher in geringem Ma&szlig;e durch Nymphenstadien auf der Pflanze bzw. im Bestand.&nbsp;</p><p>Sch&auml;den treten an Zierpflanzen in Gew&auml;chsh&auml;usern und bei der Innenraumbegr&uuml;nung auf, sowie an Freilandkulturen vor allem in Form von Qualit&auml;tsminderung durch Saugsch&auml;den, Absonderung von Honigtau, Ansiedlung von Ru&szlig;pilzen und Schw&auml;chung der Pflanzen (z. B. an &Auml;pfeln und Birnen in S&uuml;dafrika) sowie durch &Uuml;bertragung der Blattrollkrankheit bei Reben.</p><p>Durch die Ansiedlung im Freiland im mittleren Neckarraum in Baden-W&uuml;rttemberg wird das Schadpotential durch Schmierl&auml;use und assoziierte Viren an Freilandkulturen, insbesondere im Obstund Weinbau erh&ouml;ht. <em>P. viburni</em> kann auch strenge Winter als Ei unter den Wachsausscheidungen der Adulten &uuml;berdauern. Wegen dieser Anpassung erscheinen auch eine dauerhafte Ansiedlung und eine weitere nat&uuml;rliche Ausbreitung nach Norden m&ouml;glich.</p><p>Aufgrund dieser Risikoanalyse besteht Anlass zur Annahme, dass sich <em>Pseudococcus viburni</em> in Deutschland und weiteren EU-MS auch im Freiland ansiedeln und nicht unerhebliche Sch&auml;den verursachen kann. Aufgrund der weiten Verbreitung in der EU erscheinen amtliche Ma&szlig;nahmen aber nicht mehr sinnvoll. <em>P. viburni</em> wird daher nicht als potentieller Quarant&auml;nesch&auml;dling eingestuft, Ma&szlig;nahmen gem&auml;&szlig; &sect; 4a der PBVO sind demnach nicht mehr anzuwenden.&nbsp;</p><p>Zur Kl&auml;rung des derzeitigen Verbreitungsgebietes der Art in Deutschland bittet das JKI um eine formlose Meldung bei einem Auftreten im Freiland. </p>]]></description>
 <author id="82">
  <fullname>EPPO Secretariat (EPPO entered these PRAs in the platform for JKI )</fullname>
  <institute id="32">Julius Kuehn-Institut</institute>
 </author>
 <organisms>
  <organism eppocode="PSECOB">Pseudococcus viburni</organism>
 </organisms>
 <praarea>
  <area isocode="DE">Germany</area>
 </praarea>
 <files>
  <file type="1" size="161553">
   <title>Pseudococcus-viburni_express-pra.pdf</title>
   <url>https://pra.eppo.int/getfile/872534f9-75f9-432a-93cb-62c781e835ef</url>
  </file>
 </files>
</pra>
