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<pra datepubli="2020-07-09" lastupdate="2020-06-25">
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 <country>Germany</country>
 <datepra>2019-06-28</datepra>
 <title>Express-PRA zu Cucurbit aphid-borne yellows virus</title>
 <description><![CDATA[<p>Da das Virus in Europa bereits sehr weit verbreitet und h&auml;ufig ist, wird auf die Erstellung einer vollst&auml;ndigen formellen Risikoanalyse verzichtet.&nbsp;</p><p>Das Cucurbit aphid-borne yellows virus kommt in Asien, Teilen Afrikas sowie Nordamerika vor. CABYV ist in Europa sehr weit verbreitet, vor allem in den mediterranen Mitgliedstaaten. 1992 wurde das Virus in Frankreich erstmalig beschrieben. Verbreitet ist das Virus weiterhin auf Zypern, in der Tschechischen Republik, Griechenland, Italien (inklusive Sizilien), Spanien und der Ukraine. Das Virus scheint insgesamt im mediterranen Raum das am h&auml;ufigsten vorkommende Virus an K&uuml;rbisgew&auml;chsen zu sein.&nbsp;</p><p>CABYV geh&ouml;rt zu den Poleroviren (Familie Luteoviridae) und ist in infizierten Pflanzen auf das Phloem (die Leitgef&auml;&szlig;e) beschr&auml;nkt. Das Virus wird von Blattl&auml;usen, namentlich der Melonenblattlaus Aphis gossypii, der Gr&uuml;nen Pfirsichblattlaus Myzus persicae und der Gestreiften Kartoffelblattlaus Macrosiphum euphorbiae, &uuml;bertragen. Alle drei Vektoren sind in der EU weit verbreitet. CABYV verursacht ausschlie&szlig;lich an K&uuml;rbisgew&auml;chsen (Cucurbitaceae) wie Gurken, Melonen, Wassermelonen, Zucchini, K&uuml;rbis und Bittergurke Symptome. An Fr&uuml;chten treten keine Symptome auf, allerdings f&uuml;hrt die Infektion zum Verlust von Bl&uuml;ten und gr&uuml;ner Blattfl&auml;che und daher zu einem geringeren Fruchtansatz pro Pflanze. Die Sch&auml;den entstehen durch Vergilbung gr&uuml;ner Pflanzenteile. Je nach Pflanzenart, Kultur und Kulturbedingungen variieren die Symptome von leichten Vergilbungen &auml;lterer Bl&auml;tter bis hin zu einer kompletten Entf&auml;rbung der Pflanze. Infizierte Bl&auml;tter werden dicker und spr&ouml;de. In Gurken kann es zu Ernteverlusten bis zu 50 %, in Melone eher im Bereich von 10 &ndash; 15 % kommen. Das Virus wurde auch in einer Vielzahl von Wildpflanzen nachgewiesen, die als Reservoir f&uuml;r das Virus dienen k&ouml;nnten.&nbsp;</p><p>Eine direkte Bek&auml;mpfung des Virus ist nicht m&ouml;glich. Die &Uuml;bertragung und Ausbreitung kann durch Bek&auml;mpfung der Vektoren (vor allem A. gossypii) verringert oder verz&ouml;gert werden. Unkr&auml;uter als Futterpflanzen f&uuml;r die Vektoren und als potentielle Reservoirpflanzen sollten aus dem Bestand entfernt werden. Hinweise f&uuml;r eine mechanische &Uuml;bertragbarkeit von CABYV gibt es nicht. In Gurken, K&uuml;rbis und Melonen wurden Resistenz-Gene entdeckt.&nbsp;</p><p>Eine dauerhafte Ansiedlung im Freiland in Deutschland und den n&ouml;rdlichen Mitgliedstaaten erscheint derzeit unwahrscheinlich, eine Ansiedlung in geschlossenen Kulturen ist m&ouml;glich, sofern die Vektoren ganzj&auml;hrig geeignete Bedingungen vorfinden.&nbsp;</p><p>Da CABYV im s&uuml;dlichen Europa bereits sehr weit verbreitet und h&auml;ufig ist, wird das Virus trotz des hohen Schadpotentials f&uuml;r K&uuml;rbisgew&auml;chse nicht als potentieller Quarant&auml;neschadorganismus eingestuft, &sect; 4a der Pflanzenbeschauverordnung ist demnach nicht anzuwenden.</p>]]></description>
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  <fullname>EPPO Secretariat (EPPO entered these PRAs in the platform for JKI )</fullname>
  <institute id="32">Julius Kuehn-Institut</institute>
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  <organism eppocode="CABYV0">Polerovirus CABYV</organism>
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   <title>Cucurbit-aphid-borne-yellows-virus_expressPRA.pdf</title>
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