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<pra datepubli="2020-07-07" lastupdate="2020-06-25">
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 <country>Germany</country>
 <datepra>2018-08-03</datepra>
 <title>Express-PRA zu Cryptostroma corticale</title>
 <description><![CDATA[<p>Aufgrund der weiten Verbreitung der Art wurde eine Einsch&auml;tzung des pflanzengesundheitlichen Risikos von Cryptostroma corticale vorgenommen und auf die Erstellung einer vollst&auml;ndigen formellen ExpressRisikoanalyse verzichtet.&nbsp;</p><p>Die urspr&uuml;nglich aus Nordamerika stammende Ru&szlig;rindenkrankheit an Ahorn Cryptostroma corticale (Ascomyceta) wurde in Deutschland zuerst im Jahre 2005 in Baden-W&uuml;rttemberg nachgewiesen. Sp&auml;ter erfolgten Nachweise aus Sachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Berlin und Hessen. Es ist anzunehmen, dass der Pilz in Deutschland bereits weitverbreitet ist. Der Sch&auml;dling ist zus&auml;tzlich in &Ouml;sterreich, Tschechien, Frankreich, den Niederlanden und der Schweiz etabliert.&nbsp;</p><p>Wirtspflanzen sind der Bergahorn (Acer pseudoplatanus) und seltener Spitzahorn (A. platanoides), SilberAhorn (A. saccharinum) und Feldahorn (A. campestre). Symptome durch C. corticale treten vorwiegend bei Pflanzen auf, die an Trocken- und Hitzestress leiden. Es ist daher davon auszugehen, dass dieses Jahr vermehrt Sch&auml;den durch diesen Pilz auftreten. Befallene B&auml;ume k&ouml;nnen in einem ein- oder mehrj&auml;hrigen Prozess absterben. Die Symptome sind Schleimfluss im Stammbereich, l&auml;ngliche Rindenrisse, Welke und absterbende Kronenteile. Die Ausbreitung erfolgt &uuml;ber Sporen (Konidien) &uuml;ber die Luft.&nbsp;</p><p>Aufgrund der weiten Verbreitung von C. corticale in Deutschland und den Mitgliedstaaten, der nat&uuml;rlichen Ausbreitungsf&auml;higkeit sowie der geringen Schadwirkung in durchschnittlichen Jahren sind amtliche Tilgungs- und Eind&auml;mmungsma&szlig;nahmen aus phytosanit&auml;rer Sicht nicht sinnvoll, demnach ist &sect; 4a der PBVO nicht anzuwenden.&nbsp;</p><p>Im &ouml;ffentlichen Gr&uuml;n ist eine fachm&auml;nnische Rodung befallener und abgestorbener B&auml;ume m&ouml;glicherweise sinnvoll, da die zum Teil massenhaft freigesetzten Sporen zu einer allergischen Entz&uuml;ndung der Lunge (Alveolitis) f&uuml;hren k&ouml;nnen. Die Rodung sollte nur mit entsprechender Schutzkleidung (Schutzanzug, Atemmaske) und bevorzugt bei feuchtem Wetter durchgef&uuml;hrt werden. Gef&auml;llte B&auml;ume sollten abgedeckt transportiert und vernichtet werden. </p>]]></description>
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  <fullname>EPPO Secretariat (EPPO entered these PRAs in the platform for JKI )</fullname>
  <institute id="32">Julius Kuehn-Institut</institute>
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  <organism eppocode="CRPSCO">Cryptostroma corticale</organism>
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   <title>CryptostromaCorticale_express-pra.pdf</title>
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