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<pra datepubli="2021-12-16" lastupdate="2021-12-16">
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 <country>Germany</country>
 <datepra>2021-07-21</datepra>
 <title>Express-PRA zu Thekopsora minima  – Auftreten</title>
 <description><![CDATA[<p>Phytosanitary risk: moderate-high / Uncertainty: moderate</p><p><br></p><p>Der im &ouml;stlichen Nordamerika und Japan einheimische Pilz Thekopsora minima wurde 2015 zum ersten Mal f&uuml;r Deutschland nachgewiesen. Sp&auml;tere Untersuchungen an herbarisiertem Material ergaben, dass der Rost mindestens seit 2011 in Deutschland vorkommt. In der EU wurde zum ersten Mal 2002 in S&uuml;dwestspanien ein Rostpilz auf Strauchheidelbeeren gemeldet, wurde aber als Pucciniastrum vaccinii (Naohidemyces vaccinii) mit hoher Wahrscheinlichkeit fehlbestimmt. Thekopsora minima ist nicht in den Anh&auml;ngen der VO (EU)<tcxspan tcxhref="20192072" title="Call  2019/2072  via 3CX"> 2019/2072 </tcxspan>gelistet, wurde aber 2017 in die A2-Liste der EPPO aufgenommen und damit zur Regelung als Quarant&auml;neschadorganismus empfohlen. Eine Survey Card der EFSA zu T. minima liegt vor. Eine Regelung des Pilzes als Unionsquarant&auml;neschadorganismus oder unionsgeregelter Nicht-Quarant&auml;neschadorganismus (RNQP) ist m&ouml;glich, wenn sein Verbreitungsstatus in der EU festgestellt wurde.</p><p>Thekopsora minima bef&auml;llt die nordamerikanischen Heidelbeerarten Vaccinium corymbosum, V. angustifolium und deren Hybride und verschiedene Rhododendron- und Azaleen-Arten sowie verschiedene weitere Ericaceen-Gattungen. Der Pilz hat zwei Tsuga-Arten (Pinaceae) als Wechselwirte. In Infektionsexperimenten im Klimaschrank konnte nun gezeigt werden, dass auch die einheimische Heidelbeere (Vaccinium myrtillus) prinzipiell von T. minima befallen werden kann. Ob dies auch im Freiland m&ouml;glich ist, wird weiter beobachtet. Sollte es daf&uuml;r konkrete Hinweise geben, wird diese Risikoanalyse aktualisiert. An einem Standort, an dem V. corymbosum verwildert und von T. minima befallen war, waren im Unterstand befindliche V. myrtillus nicht von T. minima, sondern von dem einheimischen Pilz N. vaccinii befallen.</p><p>Es ist anzunehmen, dass, wenn Wirtspflanzen vorhanden sind, sich Thekopsora minima aufgrund geeigneter Klimabedingungen in Deutschland im Freiland ansiedeln kann. Eine Ansiedlung in s&uuml;deurop&auml;ischen EU-Mitgliedstaaten ist ebenfalls m&ouml;glich. In den Niederlanden, Belgien, Portugal und Spanien kam es laut EPPO (2021) bis 2019 zu weiteren lokal begrenzten Ausbr&uuml;chen. Die Verbreitung in Deutschland und der EU ist nach bisherigen Erkenntnissen noch lokal begrenzt.</p><p>Wegen seines Schadpotenzials f&uuml;r (Kultur-) Heidelbeeren, Rhododendren und andere Ericaceen stellt Thekopsora minima ein mittleres phytosanit&auml;res Risiko f&uuml;r Deutschland und andere EU-Mitgliedstaaten dar. Wenn festgestellt wird, dass die einheimische Heidelbeere auch im Freiland von dem Rost befallen werden kann, ist von einem hohen phytosanit&auml;ren Risiko f&uuml;r Deutschland und andere EU-Mitgliedstaaten auszugehen.</p><p><br></p>]]></description>
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  <fullname>EPPO Secretariat (EPPO entered these PRAs in the platform for JKI )</fullname>
  <institute id="32">Julius Kuehn-Institut</institute>
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  <tag>Express pest risk analysis</tag>
  <tag>presence</tag>
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  <organism eppocode="THEKMI">Pucciniastrum minimum</organism>
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   <title>Thekopsora-minima_expr-pra_2021.pdf</title>
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