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<pra datepubli="2020-07-07" lastupdate="2020-07-07">
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 <country>Germany</country>
 <datepra>2019-09-26</datepra>
 <title>Express-PRA zu Ceroplastes rusci</title>
 <description><![CDATA[<p>2011 wurde bereits eine Express-Risikoanalyse durch Gro&szlig;britannien (FERA, 2011) f&uuml;r C. rusci durchgef&uuml;hrt. Die in englischer Sprache verfasste Express-Risikoanalyse Gro&szlig;britanniens kann ohne vorherige Anmeldung auf der EPPO-Plattform f&uuml;r Risikoanalysen https://pra.eppo.int/ eingesehen werden. Es liegen keine neuen relevanten Informationen f&uuml;r die Notwendigkeit einer Neubewertung vor, die Ergebnisse dieser Risikoanalyse und einige weiterf&uuml;hrende Informationen werden hier zusammenfassend dargestellt. Auf die Erstellung einer vollst&auml;ndigen Express-Risikoanalyse wurde daher verzichtet.&nbsp;</p><p>Die Feigenschildlaus oder Feigenwachsschildlaus Ceroplastes rusci (Familie: Coccidae) stammt urspr&uuml;nglich aus neo- und afrotropischen Regionen, obwohl in der Literatur auch eine mediterrane Herkunft diskutiert wurde. Die Feigenschildlaus ist in tropischen und subtropischen Regionen weit verbreitet. Die Art ist in Mittelamerika, S&uuml;damerika, Afrika, dem mittleren Osten und begrenzt in Nordamerika, Asien und Europa verbreitet. In der EU kommt C. rusci in Griechenland, Italien, Ungarn, Frankreich, Portugal, Spanien, auf Zypern und Malta vor. Eine Ansiedlung im Freiland in Deutschland ist nicht zu erwarten, eine Ansiedlung an Zierpflanzen in gesch&uuml;tztem Anbau ist nicht auszuschlie&szlig;en.&nbsp;</p><p>Ceroplastes rusci ist polyphag und kommt an mindestens 45 Pflanzenfamilien vor. Die Hauptwirte sind Feigengew&auml;chse (Ficus spp.), Zitruspflanzen (Citrus spp.), Kiwi (Actinidia chinensis) und Annona (Annona spp.). Die Art kann auch an Wein (Vitis vinifera), B&auml;umen, Str&auml;uchern und Zierpflanzen (wie Prunus, Populus, Salix, Crataegus, Cydonia, Hedera helix) vorkommen.&nbsp;</p><p>Ceroplastes rusci ben&ouml;tigt keinen Vektor. Die Ausbreitung der Art erfolgt vorwiegend kleinr&auml;umig durch das erste Nymphenstadium (&quot;crawler&quot;), gelegentlich werden die Tiere auch durch die Luft (beispielweise an Bl&auml;ttern), andere Insekten oder V&ouml;gel verfrachtet. Die Fortpflanzung erfolgt parthenogenetisch (Jungfernzeugung), ein Weibchen produziert 800 - 1500 Eier. J&auml;hrlich entwickeln sich zwei Generationen. Befallen werden Bl&auml;tter, der Stamm und &Auml;ste der Wirtspflanze. Symptome bei extremem Befall sind chlorotische Flecken an den Bl&auml;ttern, vorzeitiger Blattfall und das Welken und Absterben von Trieben. Die Ausscheidung von Honigtau f&ouml;rdert das Wachstum von sch&auml;dlichen Pilzen. C. rusci ist ein Schadorganismus mit zumeist geringer Bedeutung an Citrus sp. und Ficus sp. in der mediterranen Region und an Kiwi in Italien.&nbsp;</p><p>Da C. rusci sich bereits in den klimatisch g&uuml;nstigen Regionen der EU im Freiland etabliert hat und keine erheblichen Sch&auml;den im gesch&uuml;tzten Anbau zu erwarten sind, wird C. rusci nicht als potentieller Quarant&auml;neschadorganismus betrachtet, &sect; 4a der PflBeschauV ist demnach nicht anzuwenden. </p>]]></description>
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  <fullname>EPPO Secretariat (EPPO entered these PRAs in the platform for JKI )</fullname>
  <institute id="32">Julius Kuehn-Institut</institute>
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